Schriftzug KJAV

Für Jagd- & Wildschutz

Jagd- und Wildschutz

Auszug aus dem Kärntner Jagdgesetz:

§ 43 (2) Kärntner Jagdgesetz: Der Jagdschutz umfasst die Überwachung der Einhaltung der in einem Jagdgebiet zu beobachtenden Bestimmungen dieses Gesetzes sowie der auf ihrer Grundlage erlassenen Verordnungen und behördlichen Anordnungen sowie die Überwachung der Einhaltung der auch in einem Jagdgebiet zu beobachtenden, zum Schutz von Tieren und von Pflanzen getroffenen landesrechtlichen Bestimmungen, den Schutz des Wildes im Sinne des § 49 und vor Futternot sowie vor Wilderern.

Soweit zum Gesetzestext. Man sieht daraus, dass die Bezeichnung "Jagdschutz" eigentlich nicht ganz den Kern der Sache trifft. Es geht nämlich nicht darum, die Jagd zu schützen, sondern es geht primär ausschließlich um den Schutz des Wildes, in weiterer Folge der Natur überhaupt und der Jagd bestenfalls in dem Ausmaß, als sie sich zum Schutz von Wild und Natur bekennt. So betrachtet könnte man ohne weiteres nur von den Bezeichnungen "Wildschutz" und "Wildschutzorgan" ausgehen.

Zur Überwachung der Einhaltung obiger Bestimmungen hat der Gesetzgeber dem Jagdschutzorgan polizeiliche Befugnisse eingeräumt. Er ist diesbezüglich – mit allen Rechten, vor allem jedoch mit allen Pflichten - Beamter im Sinne des § 74 Z 4 Strafgesetzbuch und hat das Recht, im Falle von Übertretungen der Vorschriften des Kärntner Jagdgesetzes den Verdächtigen anzuhalten, ihn auf seine Identität zu überprüfen, zum Sachverhalt zu befragen und ihn unter Umständen auch festzunehmen. Er hat auch das Recht, im Verdachtsfall Fahrzeuge und Gepäcksstücke zu durchsuchen und verdächtige Gegenstände zu beschlagnahmen.

Unter gewissen Voraussetzungen kann er auch wildernde Hunde und Katzen erlegen, etwa, wenn Hunde Wild hetzen usw.... Von letzterer Bestimmung wird nahezu nicht mehr Gebrauch gemacht. Der Jagdaufseher von heute setzt auf Aufklärung. Er sucht das Gespräch mit den Beteiligten und weiß, dass zunächst er es ist, der die Öffentlichkeitsarbeit der Kärntner Jägerschaft zu leisten hat und dass eine Ermahnung und eine Erklärung der Zusammenhänge oft mehr bringt, als ein von heiligem Zorn diktiertes ungestümes Vorgehen.

Im Nichteinsichtsfall wird er jedoch selbstverständlich mit Anzeigenerstattung vorgehen. Das ist nicht nur sein Recht, sondern – eben im Interesse des Wildes - auch seine Pflicht.







Link (PDF):
Auszug aus: Das Kärntner Jagdgesetz in Wort und Bild - 2. Auflage